Leichtathletik-EM 2010 |
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Ab Dienstag erlebt Barcelona eine Leichtathletik-EM der Rekorde. Erstmals sind alle 50 Mitgliedsstaaten des Europäischen Verbandes EAA mit insgesamt 1370 Athleten am Start. Die deutsche Mannschaft stellt mit 73 Athleten das drittgrößte Aufgebot.
Nur Russland (108) und Gastgeber Spanien (99) schicken bei dem sechstägigen Wettstreit um 47 Titel mehr Sportler an den Start.
Die Stadt Barcelona investierte 31 Millionen Euro in die Renovierung des Olympiastadions von 1992, das Budget der ersten EM in Spanien beträgt 24 Millionen. 45 TV-Kanäle senden mehr als 1000 Stunden, davon 900 live. Insgesamt berichten rund 3000 Journalisten aus der katalanischen Metropole.
Vom großen Geld sehen die Sportler allerdings nichts, denn im Gegensatz zur WM (60.000 Dollar) gibt es keine Prämien. Allerdings haben die Europa- und Vize-Europameister die Chance, beim ersten Continental-Cup am 4./5. September im kroatischen Split für das Europateam zu starten und Preisgeld zu kassieren. Dort treffen die Kontinentauswahlen von Europa, Amerika, Afrika sowie eine Kombination Asien/Australien aufeinander.
Neuer EM-Rhythmus steht an Barcelona erlebt die letzten Europameisterschaften im bisherigen Zwei-Jahres-Rhythmus. Die Titelkämpfe mit dem vollen Programm werden künftig im Jahr der Fußball-WM stattfinden, ab Helsinki 2012 gibt es künftig zudem alle vier Jahre vor Olympia eine reduzierte EM ohne Mehrkampf, Marathon und Gehen.
Am Tag vor der Eröffnungsfeier an der Placa de Espanya (Montag 21.30 Uhr) waren 55 Prozent der Tickets bei einer Stadionkapazität von 32.000 Zuschauern verkauft. Nach dem Vorbild der Berliner WM 2009 werden in Barcelona erstmals bei einer EM die fünf Entscheidungen im Gehen (3) und Marathon (2) in der Innenstadt ausgetragen.
Ihr erfahrt hier jeden Tag welche Entscheidungen es gibt, wer die Favoriten sind und was ihr sonst noch wissen müsst. Also schaut rein. Viel Spaß.

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
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26.07.2010 15:46 |
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Mein Tipp für die EM sind 11 Medallien

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27.07.2010 00:31 |
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| Vorschau Dienstag, 27.07.2010 - 1. Wettkampftag |
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Heute am ersten Wettkampftag stehen drei Entscheidungen auf dem Wettkampfplan.
Um 8.05 Uhr wird das 20 Kilometer Gehen der Männer gestartet.
Titelverteidiger: F. Fernandez (SPA)
Weltrekord: 1:17:16 Std
Europarekord: 1:17:16 Std
Deutsche Starter: Andre Höhne, Maik Berger
Seit der olympischen Premiere 1908 in London variierte die Streckenlänge zwischen 3.000 m und zehn Meilen. Seit 1956 in Melbourne entsprechen die 20 und 50 km auf der Straße dem olympischen Standard der Männer. Die Geh-Wettbewerbe der Frauen werden erst seit 1992 bei Olympischen Spielen ausgetragen - in Barcelona und 1996 in Atlanta noch über eine Streckenlänge von zehn Kilometern. Die drohende Streichung des Gehens aus dem Programm der Olympischen Spiele oder internationaler Meisterschaften hängt immer wieder wie ein Damoklesschwert über den Athleten.
Um 19.35 Uhr beginnt die zweite Entscheidung des Tages, das Kugelstoßen der Frauen mit deutschen Medaillenchancen.
Titelverteidiger: N. Choronenko (WRUS)
Weltrekord: 22,63 m
Europarekord: 22,63 m
Deutsche Starter: Denise Hinrichs, Nadine Kleinert und Petra Lammert
Ihren Anfang hatte die Disziplin beim Stoßen von schweren Steinen im Mittelalter bei Volksfesten genommen. Angelsächsische Soldaten ersetzten im 17. Jahrhundert die Steine durch Kanonenkugeln. Der Kugelstoß-Wettbewerb der Männer ist seit 1896 olympisch. Die Frauen trugen erstmals 1917 in Frankreich mit der Vier-Kilo-Kugel Wettbewerbe aus, die olympische Premiere folgte 1948.
Die Wettkämpfer haben drei Versuche, die jeweils innerhalb von 60 Sekunden nach dem Aufruf absolviert sein müssen. Die besten Acht bestreiten den Endkampf, in dem sie drei weitere Versuche haben. Die Weite wird von der ersten Aufschlagstelle bis zur Innenkante des Balkens gemessen. Stöße außerhalb des Sektors, der wie beim Diskus- und Hammerwurf ein Winkelmaß von 34,92 Grad aufweist, sind ungültig. Der zehn Zentimeter hohe, aus Holz oder einem anderem Material gefertigte Stoßbalken darf nicht von oben berührt werden - wohl aber von innen. Der Ring muss nach dem Versuch aus der hinteren Hälfte verlassen werden.
Die letzte Entscheidung des Tages wird um 21.05 Uhr gestartet, die 10.000 Meter der Herren.
Titelverteidiger: J. Fitschen (DTL)
Weltrekord: 26:17,53 min
Europarekord: 26:52,30 min
Deutsche Starter: Jan Fitschen, Filmon Ghirmai und Christian Glatting
Die 10.000 m entsprechen den ursprünglichen Sechs-Meilen-Rennen in Großbritannien, die dort ab etwa 1870 ausgetragen wurden. Bei den Olympischen Spielen in London 1908 stand noch die 5-Meilen-Distanz auf dem Programm, also umgerechnet nur 8.045 m. Vier Jahre später in Stockholm gab es dann das erste olympische 10.000-m-Rennen in der Geschichte. Die Frauen feierten ihre olympische Premiere über die 25 Runden 1988 in Seoul, zwei Jahre nach der EM-Premiere 1986 in Stuttgart, die die Norwegerin Ingrid Kristiansen dominiert hatte.
Morgen dann mehr zum 2.Wettkampftag.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Svenlg: 27.07.2010 12:34.
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27.07.2010 08:36 |
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| Vorschau Mittwoch, 28.07.2010 – 2.Wettkampftag |
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Nach dem ersten Wettkampftag gibt es folgenden Medaillenspiegel.
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| Platzierung | Land | Gold | Silber | Bronze | | 1 | Großbritanien | 1 | 1 | 0 | | Weißrussland | 1 | 1 | 0 | | 3 | Russland | 1 | 0 | 1 | | 4 | Italien | 0 | 1 | 1 | | 5 | Portugal | 0 | 0 | 1 |
Heute am zweiten Wettkampftag stehen sechs Entscheidungen auf dem Wettkampfplan.
Auch heute Morgen (8.05 Uhr) geht es wieder los mit den 20 Kilometern der Geherinnen.
Titelverteidiger: R. Turawa (WRUS)
Weltrekord: 1:25:41 Std
Europarekord: 1:25:41 Std
Deutsche Starter: Melanie Seeger
Zwei goldene Regeln gilt es für die Wettkämpfer zu beherzigen: Ein Teil des Fußes muss ständig Bodenkontakt haben, zum anderen darf das vorschwingende Bein ab dem Moment des Bodenkontaktes nicht mehr gebeugt werden. Das führt zu dem ausgeprägten Hüftschwung sowie einer Oberkörperdrehung, die aber nur Kennzeichen rationeller Technik sind. Über die Einhaltung der Regeln wachen die Gehrichter: Erhält ein Sportler drei Verwarnungen (Gelbe Karten) von drei verschiedenen Kampfrichtern, wird er disqualifiziert und der Obmann (Haupt-Gehrichter) zeigt die Rote Karte. Eine Anzeigetafel informiert über die Zahl der Verwarnungen, damit Athleten und Zuschauer wissen, wer sich noch wie viele Regelverstöße erlauben kann. Bei der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin wurden während des 20-km-Wettbewerbs der Frauen von den 48 Läuferinnen sieben disqualifiziert, weitere vier gaben das Rennen vorzeitig auf.
Um 18.30 Uhr beginnt die Medaillenvergabe im Diskuswerfen der Frauen
Titelverteidiger: D. Pischtschalnikowa (RUS)
Weltrekord: 76,80 m
Europarekord: 76,80 m
Deutsche Starter: Nadine Müller und Sabine Rumpf
Das Diskuswerfen gehörte schon bei den Olympischen Spielen der Antike zum Programm und war auch 1896 zur Olympia-Premiere der Neuzeit in Athen Bestandteil der Wettkämpfe. Zu diesem Zeitpunkt warfen die Athleten noch aus dem Stand von einem Podium aus. Erster Olympiasieger ist der US-Amerikaner Robert Garrett. Er hat sich von dem zunächst führenden Griechen Panayiotis Paraskevopoulos vor dem letzten Versuch den Tipp geben lassen, dem Diskus mit dem kleinen Finger noch einen zusätzlichen Effet zu geben.
Um 20.00 Uhr beginnt die dritte Entscheidung des Tages, der Weitsprung der Frauen
Titelverteidiger: L. Koltschanowa (RUS)
Weltrekord: 7,52 m
Europarekord: 7,52 m
Deutsche Starter: Bianca Kappler und Nadja Käther
Der Weitsprung ist schon seit dem Altertum Bestandteil sportlicher Wettkämpfe. Damals trugen die Akteure beim Anlauf noch kleine Gewichte in den Händen, um sich mehr Schwung zu verschaffen, der Sprung bestand aus fünf aufeinanderfolgenden Teilsprüngen. Mit den Regeln des modernen Wettkampfes, die in den 1860er Jahren in England und den USA aufgestellt wurden, verschwanden diese Handgewichte. Der Absprung war zu Beginn durch auf den Boden gelegte Steine markiert. Seit 1886 wird der Absprung von einem 20 cm breiten Sprungbalken in eine Sandgrube ausgeführt.
Um 20.25 Uhr beginnt die dritte technische Disziplin des Tages, das Hammerwerfen der Männer.
Titelverteidiger: I. Tichon
Weltrekord: 86,74 m
Europarekord: 86,74 m
Deutsche Starter: Markus Esser
Ursprünglich warfen Iren und Schotten ein Kriegswagenrad mit einer festen Achse. Im Mittelalter dienten Schmiedehämmer mit Holzstiel als Wurfgerät - wie heute noch bei den schottischen Highland-Games. 1866 begann bei den englischen Meisterschaften die Epoche des neuzeitlichen Hammerwurfs. Bei beliebigem Anlauf, meist sogar aus dem Stand, schleuderten die Wettkämpfer einen starren Hammer mit Holzgriff und gusseiserner Kugel - ab 1878 aus einem Kreis mit einem Durchmesser von 2,135 m. Seit 1887 besteht der 7,26 kg (Frauen: 4 kg) schwere Hammer aus einem Stahlhandgriff, Verbindungsdraht und einem runden Hammerkopf aus Metall. Kleinere Hammerköpfe aus Wolfram statt aus Eisen und höhere Rotationsgeschwindigkeiten auf glatten Beton-Ringen sorgen seit den 50er Jahren für mehr Durchschlagskraft.
Um 21.05 Uhr bestreiten auch die Frauen die längste Laufdisziplin innerhalb des Stadions, die 10.000 Meter werden gestartet.
Titelverteidiger: I. Abitowa (RUS)
Weltrekord: 29:31,78 min
Europarekord: 29:56,34 min
Deutsche Starter: Sabrina Mockenhaupt
Bei internationalen Meisterschaften fehlen die klassischen Tempomacher, die sogenannten Hasen. Jeder Läufer ist also für seine Taktik selbst verantwortlich. Bisweilen tun sich auch Athleten eines Landes zusammen, um als Team erfolgreich zu sein. Rennen verlaufen häufig unvorhersehbar: Die Wettkämpfer müssen ihre eigenen Stärken, aber vor allem auch die Schwächen der Gegner kennen und ausnutzen. Zwei Rennverläufe sind dafür typisch: Entweder kommt es zu einem schnellen Temporennen bei dem meist ein Favorit gewinnt. Ober aber es wird ein relativ langsames, taktisch geprägtes Rennen, das auf eine Beschleunigung auf dem letzten Kilometer und eine Sprintentscheidung hinaus läuft - wie 2006 bei der EM in Göteborg. Und dann schlägt auch manchmal die Stunde der Außenseiter: Damals konnte der Deutsche Jan Fitschen seine große Stärke, den Endspurt, voll ausspielen, die Favoriten auf den letzten Metern düpieren und sich sensationell den Titel des Europameisters sichern.
Die letzte Entscheidung des Tages steht um 21.45 Uhr an, die 100 Meter der Herren.
Titelverteidiger: F. Obikwelu (POR)
Weltrekord: 9,58 sec
Europarekord: 9,86 sec
Deutsche Starter: Christian Blum, Alexander Kosenkow und Tobias Unger
Lange Zeit gab es heftige Diskussionen hinsichtlich der Wahl der Distanz. Nach den Anfängen im 19. Jahrhundert über 100 Yards (91,44 m) - ursprünglich auf Gras- oder Aschenbahnen - setzte sich das metrische System der Europäer gegen das Äquivalent von Briten und US-Amerikanern (100/110 Yards) durch.
1880 präsentierte Charles Sherrill ein Novum: den Tiefstart. Der US-Amerikaner war der Erste, der sich mit einem kleinen Spaten Löcher in die Bahn grub, aus denen er aus einer Kauerposition ablief. Zuvor waren die Sprinter aus dem Stand gestartet. Bis in die 50er Jahre gehörte eine Schaufel deshalb zum Equipment eines jeden Sprinters. Seit 1938 ist die Windmessung die Regel: Bei mehr als 2,0 m/Sek. Rückenwind wird keine Zeit als Rekord anerkannt. Diese Bedingung gilt auch für den 200-m-Sprint sowie den Weit- und Dreisprung.
Morgen dann an selber Stelle mehr zum 3.Wettkampftag

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Svenlg: 28.07.2010 08:11.
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28.07.2010 07:29 |
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| Vorschau Donnerstag, 29.07.2010 – 3.Wettkampftag |
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Nach dem gestrigen Tag haben wir folgenden Medaillenstand
| Platzierung | Land | Gold | Silber | Bronze | | 1. | Russland | 2 | 2 | 3 | | 2. | Großbritanien | 1 | 2 | 0 | | 3. | Weißrussland | 1 | 1 | 0 | | 4. | Frankreich | 1 | 0 | 1 | | 5. | Lettland | 1 | 0 | 0 | | Türkei | 1 | 0 | 0 | | Slowakei | 1 | 0 | 0 | | Kroatien | 1 | 0 | 0 | | 9. | Italien | 0 | 2 | 1 | | 10. | Portugal | 0 | 1 | 2 | | 11. | Rumänien | 0 | 1 | 0 | | 12. | Polen | 0 | 0 | 1 | | Ungarn | 0 | 0 | 1 |
Am heutigen Donnerstag geht es in 5 Wettkämpfen um Medaillen.
Um 18.30 Uhr beginnt der Hochsprung der Herren.
Titelverteidiger: A. Silnow (RUS)
Weltrekord: 2,45 m
Europarekord: 2,42 m
Deutsche Starter: keine
Hocken, Scheren, Rollen, Wälzer - die Überquerung der Latte beim Hochsprung hat eine sehr abwechslungsreiche Vergangenheit. Die Grundregeln der Disziplin sind dagegen seit 135 Jahren im Wesentlichen unverändert: Jeder Athlet hat drei Versuche über jede (gewählte) Höhe. Nach dem ersten oder zweiten Fehlversuch kann der Sportler auf den oder die restlichen Versuche der nicht übersprungenen Höhe verzichten und mit den verbliebenen Versuchen eine folgende Höhe in Angriff nehmen. Die Latte aus Glasfiber oder ähnlichem Material, die vier Meter lang und maximal zwei Kilogramm schwer ist, darf nach einem Fehlversuch nicht tiefer gestellt werden, der Absprung ist nur mit einem Fuß zulässig. Das Aufsprungkissen soll heute bei internationalen Wettkämpfen sechs Meter Breite, vier Meter Tiefe und eine Höhe von 70 Zentimeter haben.
Um 19.40 Uhr beginnt die zweite Entscheidung des Tages, der Dreisprung der Herren.
Titelverteidiger: C. Olsson (SWD)
Weltrekord: 18,29 m
Europarekord: 18,29 m
Deutsche Starter: keine
Hop-Step-Jump - so lautet die Formel für den Dreisprung. Die heutige Technik wird seit über 100 Jahren praktiziert. Ziel der Sprung-Aktion ist es, einen möglichst flüssigen Rhythmus der Teilsprünge mit möglichst wenig Verlust an Horizontalgeschwindigkeit zu erreichen. Das Ganze funktioniert so: Nach dem ersten "Hop" landet der Athlet wieder auf dem Absprungfuß, springt mit demselben Sprungbein zum "Step" ab, der auf dem anderen Fuß endet und in den "Jump" als weit-hoher Hock-, Hang- oder Schrittweitsprung in die Sandgrube übergeht.
Es gibt also die Sprungkombinationen links-links-rechts und rechts-rechts-links. Klingt einfach, erfordert aber ein hohes Maß an Sprungkraft, Koordination und Balance - all dies aus einer möglichst hohen Anlaufgeschwindigkeit heraus. Ein Versuch ist ungültig, wenn der Springer mit dem "toten Bein" den Boden berührt oder bereits am Absprungbalken übertritt, der bei internationalen Wettkämpfen mindestens 13 Meter (Männer) und elf Meter (Frauen) vor dem vorderen Rand der Sprunggrube eingebaut sein muss.
Für die Speerwerferinnen geht es ab 20.40 Uhr um Edelmetall.
Titelverteidiger: S. Nerius (DTL)
Weltrekord: 72,28 m
Europarekord: 72,28 m
Deutsche Starter: Katharina Molitor, Christina Obergföll und Linda Stahl
Aus der einstigen Jagd- und Kampfmethode entwickelte sich bereits in der Antike eine olympische Sportart, wobei unklar ist, ob der Wettkampf als Ziel- oder Weitwurf durchgeführt wurde. Seinerzeit verwandten die Athleten Speere aus massivem Olivenholz, die nur halb so viel wogen wie die 800-Gramm-Speere der Skandinavier im 19. Jahrhundert, als das Wurfgerät zum Symbol der nationalen Unabhängigkeit der Finnen avancierte. In Deutschland entwickelte sich das sportliche Speerwerfen um 1890. Seit 1907 ist der 800-g-Speer nach schwedischem Vorbild das Maß der Dinge. Nur bei den Frauen liegt das Gewicht des Geräts, das aus Aluminium oder Carbon besteht, nicht mehr wie ursprünglich bei 800, sondern bei 600 g. Die Gesamtlänge darf 2,20 m nicht unter- und 2,30 m nicht überschreiten. Bei den Männern beträgt die Gesamtlänge mindestens 2,60 und höchstens 2,70 m.
Die letzte Disziplin im Zehnkampf der Herren wird um 21.10 Uhr gestartet.
Titelverteidiger: R. Sebrle (TSC)
Weltrekord: 9026 Pkt
Europarekord: 9026 Pkt
Deutsche Starter: keine
Der Krönungsakt für die "Könige der Athleten" dauert zwei Tage und erfordert Kampf bis zur völligen Erschöpfung. 100 m, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung sowie die 400 m stehen am ersten Tag, 110 m Hürden, Diskuswerfen, Stabhochsprung, Speerwurf und abschließend die 1.500 m am zweiten Tag auf dem Programm.
Den Abschluss des Wettkampftages bildet das Finale über 100 Meter der Frauen um 21.45 Uhr.
Titelverteidiger: K. Gevaert (BEL)
Weltrekord: 10,49 sec
Europarekord: 10,73 sec
Deutsche Starter: Yasmin Kwadwo, Anne Möllinger und Verena Sailer
Von den Anfängen in den 20er Jahren bis zur technologischen Reife der elektronischen Zeitmessung verging mehr als ein halbes Jahrhundert: Seit dem 1. Januar 1977 akzeptiert die IAAF ausschließlich elektronisch gemessene Zeiten für die Anerkennung von Weltrekorden. Die heutige Technik mit elektronischer Uhr und Zielfotografie ermöglicht die Dokumentation einer Tausendstelsekunde, so dass auch bei sehr knappen Zieleinläufen stets eine faire und korrekte Entscheidung gegeben ist.
Das gilt auch für den Start. Per Ohrhörer erhält der Starter ein Signal, falls einer der Läufer eine schnellere Reaktionszeit als 0,100 Sekunden hat, und schießt "zurück". Von 2003 bis 2009 wurde vorübergehend nicht mehr - wie zuvor - derjenige Athlet disqualifiziert, der zwei Fehlstarts in Folge produziert, sondern derjenige, der nach einem ersten Fehlstart einen weiteren verursacht. Aber auch dieses Handling ist inzwischen überholt. Es gilt seit 1. November 2009 die beim IAAF-Kongress im August 2009 in Berlin verabschiedete "Ein-Start-Regel" mit der klaren Ansage: Ausgenommen im Mehrkampf muss jeder Läufer, der für einen Fehlstart verantwortlich ist, disqualifiziert werden.
Morgen erfahrt ihr dann an selber Stelle mehr zum 4. Wettkampftag.

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
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29.07.2010 07:36 |
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Vorschau Freitag, 30.07.2010 – 4.Wettkampftag
Nach dem gestrigen Tag haben wir folgenden Medaillenstand
| Platzierung | Land | Gold | Silber | Bronze | | 1. | Russland | 3 | 3 | 3 | | 2. | Grossbritanien | 2 | 2 | 1 | | 3. | Frankreich | 2 | 1 | 3 | | 4. | Deutschland | 2 | 1 | 0 | | 5. | Weißrussland | 1 | 1 | 1 | | 6. | Kroatien | 1 | 0 | 0 | | Lettland | 1 | 0 | 0 | | Slowakei | 1 | 0 | 0 | | Türkei | 1 | 0 | 0 | | 10. | Italien | 0 | 2 | 1 | | 11. | Rumänien | 0 | 2 | 0 | | 12. | Portugal | 0 | 1 | 2 | | 13. | Niederlande | 0 | 1 | 0 | | 14. | Tschechien | 0 | 0 | 1 | | Ungarn | 0 | 0 | 1 |
Am heutigen Freitag geht es in 11 Wettkämpfen um Medaillen.
Bereits um 7.35 Uhr starten die Herren zum 50 Kilometer Gehen in der Innenstadt von Barcelona.
Titelverteidiger: Y. Diniz (FRA)
Weltrekord: 3:34:14 Std
Europarekord: 3:34:14 Std
Deutsche Starter: Andre Höhne und Christopher Linke
Die 50 km Gehen sind die längste Distanz in der Leichtathletik und werden nur von den Männern bestritten. Wie die 20 km werden auch die 50 km bei den Europameisterschaften auf einer Pendelstrecke absolviert - in Barcelona führt der Innenstadtkurs vom Passeig de Picasso über den Passeig del Marquès de l’Argentera bis zur Calle Comerç und wieder zurück. Eine Runde ist jeweils genau einen Kilometer lang und soll so besonders zuschauerfreundlich sein.
Um 18.30 Uhr beginnen dann auch im Stadion die Entscheidungen, zunächst der Stabhochsprung der Damen.
Titelverteidiger: J. Isinbajewa (RUS)
Weltrekord: 5,06 m
Europarekord: 5,06 m
Deutsche Starter: Carolin Hingst, Lisa Ryzih und Silke Spiegelburg
Von der Weite in die Höhe, vom Klettern zum Drehen, vom Holz zum Glasfiber - der Stabhochsprung hat sich in Technik und Material besonders vielfältig entwickelt. Seine Ursprünge haben mit Sport zunächst nur indirekt zu tun: Die alten Griechen nutzten Stäbe zum Springen über Hindernisse, Gräben und Hecken, und die Germanen sollen mithilfe ihrer Gere (Wurfspieße) auf die Pferde gesprungen sein. Während die Athleten Mitte des 19. Jahrhunderts noch an Eschenholzstäben hochkletterten, führten die Amerikaner 1889 die moderne Technik mit einem Pendelschwung am Stab und einer Drehung des Körpers über der Latte ein.
Um 19.25 Uhr werden die 200 Meter der Männer gestartet.
Titelverteidiger: F. Obikwelu (POR)
Weltrekord: 19,19 sec
Europarekord: 19,72 sec
Deutsche Starter: Sebastian Ernst und Daniel Schnelting
Kurve, Gerade oder Oval - in den Weltrekordprotokollen über 200 m gab es bis zum Jahr 1951 ein ziemliches Durcheinander hinsichtlich der Beschaffenheit der Laufstrecke. In den USA wurde die Distanz auf einer Geraden gelaufen - mit etwa drei bis vier Zehntelsekunden schnelleren Resultaten. In Europa und bei den Olympischen Spielen waren die Stadien mit einer Kurvenbahn versehen. Weil einheitliche Regeln lange Zeit fehlten, waren die Ergebnisse praktisch nicht vergleichbar - ein Grund für die merklich geringere Popularität der halben Stadionrunde gegenüber den 100 m.
Gleich im Anschluss um 19.35 Uhr starten die Frauen über die 400 Meter.
Titelverteidiger: W. Stambolowa (BUL)
Weltrekord: 47,60 sec
Europarekord: 47,60 sec
Deutsche Starter: keine
"Auf den ersten 100 Metern läufst du scharf an, auf den nächsten 100 Metern steigerst du dein Tempo, auf den folgenden 100 Metern in der Kurve hältst du es und auf den letzten 100 Metern folgt dann dein Endspurt." Mit diesen Worten charakterisierte schon in den 20er Jahren ein US-Trainer den Wahnsinn der 400 m.
Um 19.50 Uhr steht dann die dritte Laufentscheidung in Folge an, die 110 Meter Hürden der Herren.
Titelverteidiger: S. Olijar (LET)
Weltrekord: 12,87 sec
Europarekord: 12,91 sec
Deutsche Starter: Matthias Bühler und Alexander John
Beim Hürdensprint über 110 m bei den Männern und 100 m bei den Frauen geht es darum, die perfekte Koordination von Schrittlänge und Schrittfrequenz zu finden. Nur so kommen die Athleten rhythmisch und mit geringem Geschwindigkeitsverlust über die Hürden. Das Männer-Rennen geht über zehn Hindernisse von je 1,067 m Höhe, die im Abstand von 9,14 m aufgestellt sind. Der Anlauf vom Block bis zur ersten Hürde beträgt 13,72 m, der Auslauf von der letzten Hürde bis zum Ziel 14,02 m. Bei den Frauen sind die Hürden 84 cm hoch und im Abstand von 8,50 m aufgebaut. Bis zur ersten Hürde sind 13 m zu absolvieren, bis zum Ziel weitere 10,50 m.
Um 20.20 geht es mit dem Hammerwerfen der Frauen weiter.
Titelverteidiger: T. Lysenko (RUS)
Weltrekord: 78,30 m
Europarekord: 78,30 m
Deutsche Starter: Betty Heidler und Kathrin Klaas
Beim Wurf rotiert der Athlet auf Hacken und Ballen drei- oder viermal im Ring um die eigene Körperachse und beschleunigt so das Gerät bis zum Abwurf auf etwa 100 km pro Stunde. Wie beim Diskuswerfen ist der Wurfring von einem Schutzgitter mit Fangnetzen umgeben. Die Wettkämpfer haben drei Versuche, die sie jeweils 60 Sekunden nach Aufruf beginnen müssen. Die besten Acht qualifizieren sich für den Endkampf, in dem ihnen weitere drei Versuche zur Verfügung stehen. Ungültig sind Würfe, die außerhalb des Sektors (oder im Netz) landen oder bei denen die Athleten übertreten. Dagegen ist es kein Fehlversuch, wenn der Hammerkopf beim Schwungholen oder bei der Drehung den Boden oder die Oberseite des Kreisrings berührt. Der Wettkämpfer kann den Versuch abbrechen und ihn neu beginnen - vorausgesetzt, es liegt kein anderer Regelverstoß vor.
Um 20.25 werden die 3000 Meter Hindernis der Frauen gestartet.
Titelverteidiger: A. Turawa (WRUS)
Weltrekord: 8:58,81 min
Europarekord: 8:58,81 min
Deutsche Starter: keine
Bei den Frauen sind die 3.000 m Hindernis seit 2005 Teil des WM- und seit 2006 des EM-Programms. Erst seit 1998 wetteifern weibliche Teilnehmer überhaupt offiziell über diese Strecke. Ihr Debüt bei einer internationalen Meisterschaft feierten die Frauen in dieser Disziplin bei der U 23-EM 2001 in Amsterdam. Bei den Sommerspielen 2008 in Peking folgte die olympische Premiere - gleich mit Weltrekord durch die Russin Gulnara Samitova-Galkina.
Um 21.25 beginnen die letzten Laufentscheidungen des Tages, zunächst die 400 Meter der Herren.
Titelverteidiger: M. Raquil (FRA)
Weltrekord: 43,18 sec
Europarekord: 44,23 sec
Deutsche Starter: keine
Tatsächlich ist die Stadionrunde als Killerstrecke berüchtigt: Von der Physiologie her ist es dem Menschen unmöglich, länger als gut 30 Sekunden in der Nähe der Höchstgeschwindigkeit zu laufen. Schuld ist die Milchsäure, das sogenannte Laktat. Sobald die Muskulatur nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, entsteht dieses Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels - mit dramatischen Folgen: Laktat verursacht nicht nur Schmerzen im Muskel, es lähmt sie auch nach und nach. Besonders auf den letzten 100 Metern der Stadionrunde zählt deshalb das berühmte "Stehvermögen" der Läufer, also die Fähigkeit, das Tempo trotz fortschreitender Lähmung hoch zu halten.
Im Anschluss folgen um 21.40 Uhr die 400 Meter Hürden der Frauen.
Titelverteidiger: J. Issakowa (RUS)
Weltrekord: 52,34 sec
Europarekord: 52,34 sec
Deutsche Starter: Fabienne Kohlmann
Nicht von ungefähr nennen die Amerikaner die 400 m Hürden ein "Man-Killer-Event". Mehr noch als die 400 m auf der flachen Strecke zeigt der lange Hürdensprint dem Athleten seine Grenzen auf - körperlich wie mental. Jeder Schritt muss passen, Improvisation kostet Zeit. Ähnlich wie bei den 110 m Hürden sorgten technischer und vor allem athletischer Fortschritt sowie Akribie, wie sie der Amerikaner Edwin Moses perfektionierte, für Leistungsschübe.
Um 21.50 Uhr werden die 800 Meter der Frauen gestartet.
Titelverteidiger: O. Kotljarowa (RUS)
Weltrekord: 1:53,28 min
Europarekord: 1:53,28 min
Deutsche Starter: Claudia Hoffmann
"Schnell angehen und dann eingehen" war jahrelang die gängige Taktik über 800 m. Bis 1932: Da sorgte der Brite Thomas Hampson für ein Novum, indem er zwei annähernd gleichschnelle Runden abspulte und damit zum Olympiasieger und Weltrekordler avancierte. Heute gelten gute 400-m-Zeiten als Schlüssel zum Erfolg: Wer auf den ersten 200 Metern wie ein Sprinter agieren kann, dem bleiben die entscheidenden muskulären Reserven für die zweite Stadionrunde. Denn was Trainingswissenschaftler als Laktattoleranz bezeichnen, bedeutet im Klartext: Der Läufer kann trotz fortschreitender Ermüdung das Tempo hoch halten.
Die letzte Entscheidung des Tages fällt um 22.00 Uhr mit dem Startschuss der 1.500 Meter der Männer.
Titelverteidiger: M. Baala (FRA)
Weltrekord: 3:26,00 min
Europarekord: 3:28,95 min
Deutsche Starter: Carsten Schlangen und Moritz Waldmann
Schnelligkeit, Durchhaltevermögen und taktische Cleverness - ohne diese Tugenden geht nichts über die 1.500 m. Die klassische Mittelstrecke stammt von den früheren 500-m-Rundbahnen in Europa und ist seit 1896 olympisch - für Männer. Für Frauen wurden die 1.500 m erstmals bei den Europameisterschaften 1969 in Athen ausgetragen; die Olympia-Premiere folgte 1972 in München.
Morgen geht’s dann an selber Stelle weiter mit dem 5.Wettkampftag.

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
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30.07.2010 07:13 |
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Endlich die ersten 3 Medallien
Ich bleibe dabei 11 Medallien für Deutschland

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30.07.2010 07:32 |
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Vorschau Samstag, 31.07.2010 – 5.Wettkampftag
Nach dem gestrigen Tag haben wir folgenden Medaillenstand
| Platzierung | Land | Gold | Silber | Bronze | | 1. | Russland | 8 | 5 | 6 | | 2. | Frankreich | 4 | 2 | 4 | | 3. | Großbritannien | 3 | 4 | 4 | | 4. | Deutschland | 3 | 3 | 1 | | 5. | Spanien | 1 | 1 | 1 | | Weißrussland | 1 | 1 | 1 | | 7. | Belgien | 1 | 0 | 0 | | Kroatien | 1 | 0 | 0 | | Lettland | 1 | 0 | 0 | | Slowakei | 1 | 0 | 0 | | Türkei | 1 | 0 | 0 | | 12. | Italien | 0 | 2 | 1 | | 13. | Niederlande | 0 | 2 | 0 | | Rumänien | 0 | 2 | 0 | | 15. | Polen | 0 | 1 | 2 | | Portugal | 0 | 1 | 2 | | 17. | Bulgarien | 0 | 1 | 0 | | 18. | Ungarn | 0 | 0 | 2 | | 19. | Tschechien | 0 | 0 | 1 |
Am heutigen Samstag geht es in 11 Wettkämpfen um Medaillen.
Heute geht es erst um 10.05 Uhr los. Die Frauen starten den Marathon in der Innenstadt von Barcelona.
Titelverteidiger: U. Maisch (DTL)
Weltrekord: 2:15:25 Std
Europarekord: 2:15:25 Std
Deutsche Starter: keine
Der Marathonlauf hat seinen Ursprung im alten Griechenland. Der Bote Pheidippides überbrachte nach einem 40 km langen Lauf von Marathon nach Athen die Kunde vom Sieg der Griechen über die Perser. Nach Verkündung der guten Nachricht brach der tapfere Bote tot zusammen. Das erste olympische Rennen 1896 entsprach der historischen Route von Marathon nach Athen. Die bis heute gültige Streckenlänge von 42,195 km ergab sich erst bei den Olympischen Spielen 1908 in London: Weil die Läufer zwischen dem Start im Windsor Park und dem Ziel im White City Stadium unbedingt an der königlichen Loge vorbeikommen sollten, wurde das Teilnehmerfeld kurzerhand umgeleitet. Die Distanz wurde danach einfach beibehalten.
Um 18.00 Uhr beginnt der Stabhochsprung der Herren im Stadion.
Titelverteidiger: A. Averbukh (ISR)
Weltrekord: 6,14 m
Europarekord: 6,14 m
Deutsche Starter: Raphael Holzdeppe, Malte Mohr und Fabian Schulze
Im neuen Jahrhundert stand auch neues Material zur Verfügung: Bei den Stäben folgte Bambus auf Hickory-Holz, der Einstichkasten wurde erfunden. 1957 stellte der Amerikaner Robert Gutowski mit einem Aluminium-Stab einen Weltrekord von 4,78 m auf. Mit dem Stahl-Stab - und unter erstmaliger Verwendung von Sprungkissen - kletterte die Bestmarke 1960 auf 4,80 m.
Als der US-Amerikaner George Davies diese Marke 1961 mit einem Glasfiberstab auf 4,83 m hochschraubte, brach eine neue Ära im Stabhochsprung an: Durch seine Flexibilität konnte der Stab viel mehr an horizontaler Anlauf- und Absprungenergie aufnehmen und während des Sprunges als vertikaler Katapulteffekt an den Athleten wieder abgeben als die Vorgängermodelle. Es setzte eine einzigartige Jagd auf Weltrekordhöhen ein, deren protokollarische Halbwertzeit oft nur noch wenige Monate betrug.
Um 18.30 Uhr geht es mit der nächsten technischen Disziplin weiter, dem Kugelstoßen der Herren.
Titelverteidiger: R. Bartels (DTL)
Weltrekord: 23,12 m
Europarekord: 23,06 m
Deutsche Starter: David Storl und Ralf Bartels
Rund, glatt und schwer - so muss die Kugel sein. Seit 1906 sind auch die Regeln in einer der ältesten olympischen Disziplinen der Leichtathletik nahezu unverändert. Die Wettkämpfer müssen die Kugel, die heute aus Eisen, Messing oder Stahl besteht, mit einer Hand von der Schulter aus in den Wurfsektor stoßen, ohne überzutreten. Der Stoßring (bis Ende 1890 ein Quadrat) hat einen Durchmesser von 2,13 m. Die Männerkugel wiegt 7,26 kg bei einem Durchmesser von 110 bis 130 mm, die der Frauen 4 kg, der Durchmesser beträgt 95 bis 110 mm.
Um 19.10 Uhr beginnen dann auch die Dreispringerinnen ihren Wettkampf.
Titelverteidiger: T. Lebedewa (RUS)
Weltrekord: 15,50 m
Europarekord: 15,50 m
Deutsche Starter: Katja Demut
Obwohl die ersten Frauen-Dreisprung-Wettbewerbe 1899 in den USA protokolliert worden sind, fand die Disziplin erst 1996 Aufnahme ins olympische Programm - genau 100 Jahre nach der Olympia-Premiere der Männer. Der Weltverband IAAF hatte lange Zeit Zweifel wegen der angeblich hohen Verletzungsgefahr für die Fußgelenke gehegt. Als WM-Disziplin wird der Dreisprung der Frauen seit 1993 in Stuttgart geführt.
Die erste Laufentscheidung wird um 19.35 gestartet, die 800 Meter der Männer.
Titelverteidiger: B. Som (NDL)
Weltrekord: 1:41,11 min
Europarekord: 1:41,11 min
Deutsche Starter: keine
Für Langstreckler zu kurz, für Kurzstreckler zu lang - so sind die 800 m, deren Verwandtschaft mit der halben Meile (880 Yards oder 804,67 m) offensichtlich ist. Spurtvermögen und Schnelligkeitsausdauer bilden die physiologische Grundlage für die zwei Stadionrunden, die erstmals um 1830 in Großbritannien ausgetragen wurden.
Um 19.50 Uhr wird die schnellste Frau über die 200 Meter gesucht.
Titelverteidiger: K. Gevaert (BEL)
Weltrekord: 21,34 sec
Europarekord: 21,71 sec
Deutsche Starter: keine
Ihre Wurzeln haben die 200 m in der früheren Disziplin "Stadion-Lauf" bei den Olympischen Spielen der Antike, die über die Länge des alten Stadions führte. Die dieser Strecke entsprechende Maßeinheit war später ein Furlong (201,168 m), ein Achtel einer Meile (1.609 m).
Um 20.05 Uhr beginnt das Speerwerfen der Herren.
Titelverteidiger: A. Thorkildsen (NOR)
Weltrekord: 98,48 m
Europarekord: 98,48 m
Deutsche Starter: Matthias de Zordo
Als der Potsdamer Uwe Hohn 1984 mit 104,80 m erstmals mit herkömmlicher Wurftechnik die 100-m-Marke übertraf, musste der Weltverband reagieren - die Wettkampfarenen waren für solche Weiten nicht ausgelegt. Daraufhin wurde die Konstruktion der Speere geändert: Ein um vier Zentimeter nach vorn verlagerter Schwerpunkt sowie eine verkleinerte Speeroberfläche sorgten für kürzere Flüge. Positiver Nebeneffekt: Die Speere landen seitdem häufiger mit der Spitze, hinterlassen genauere Abdrücke und dies erleichtert den Kampfrichtern die Weitenmessung. Die offizielle Einführung des Geräts erfolgte am 1. April 1986, am Jahresende folgte der erste offizielle Weltrekord (85,74 m durch Klaus Tafelmeier).
Die nächste Laufentscheidung wird um 20.10 Uhr gestartet, die 400 Meter Hürden der Männer.
Titelverteidiger: P. Iakovakis (GRI)
Weltrekord: 46,78 sec
Europarekord: 47,37 sec
Deutsche Starter: keine
Seit der Olympia-Premiere 1900 ist diese Strecke unverändert: Beim beschwerlichen Lauf zum Ziel stehen zehn Hürden im Abstand von 35 m im Weg. Bei den Männern sind sie 91,4 cm, bei den Frauen 76,2 cm hoch. 45 m beträgt der Abstand vom Start zur ersten Hürde und 40 m hinter der letzten zum Ziel. Die ersten Rennen in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts in England gingen noch über 440 Yards (402,336 m) und zwölf in den Boden eingelassene Hindernisse.
Die kürzere Hürdenstrecke wird bei den Frauen gelaufen, die 100 Meter Hürden beginnen um 20.25 Uhr.
Titelverteidiger: S. Kallur (SWD)
Weltrekord: 12,21 sec
Europarekord: 12,21 sec
Deutsche Starter: Nadine Hildebrand, Carolin Nytra und Cindy Roleder
Die kurze Hürden-Strecke der Männer ist seit 1896 Teil des olympischen Programms. Die lange Entwicklungsphase des Hürdenlaufs bei den Männern kommt auch den Frauen zugute: Als 1926 die ersten Rennen weiblicher Teilnehmer über die 80-m-Distanz stattfanden, war der Drei-Schritt-Rhythmus schon ein Vierteljahrhundert Stand der Technik. Der 80-m-Hürdenlauf der Frauen ist seit 1932 olympisch. Zunächst waren die Hindernisse 76,2 cm hoch, der Abstand betrug acht Meter. Seit 1969 gibt es den Hürdensprint der Frauen über 100 m bei 84 cm Hürdenhöhe. Karin Balzer (Leipzig) holte in Athen den ersten EM-Titel über die verlängerte Distanz.
Die letzte Disziplin im Siebenkampf der Frauen, die 800 Meter, wird um 20.45 Uhr gestartet.
Titelverteidiger: C. Klüft (SWD)
Weltrekord: 7291 Pkt
Europarekord: 7032 Pkt
Deutsche Starter: Jennifer Oeser, Ckaudia Rath und Maren Schwerdtner
Vorläufer des Siebenkampfes war der Fünfkampf, der erstmals 1928 in Deutschland ausgetragen wurde. Die Olympischen Spiele 1980 in Moskau markierten dann das Ende des Fünfkampfes bei internationalen Meisterschaften: 1981 wurde der Siebenkampf offiziell eingeführt, 1984 folgte die olympische Premiere in Los Angeles. Seither werden am ersten Tag die 100 m Hürden, Kugelstoßen, Hochsprung und 200 m und am zweiten Tag der Weitsprung, Speerwurf und die 800 m ausgetragen.
Die letzte Entscheidung des Tages, die 5000 Meter der Herren, wird um 21.20 Uhr gestartet.
Titelverteidiger: J. Espana (SPA)
Weltrekord: 12:37,35 min
Europarekord: 12:49,71 min
Deutsche Starter: Arne Gabius
Rennen, taktieren, attackieren - so lässt sich salopp das Geschehen auf den zwölfeinhalb Runden beim 5.000-m-Lauf beschreiben. Neben ausgeprägtem Ausdauervermögen müssen die Wettkämpfer auch über eine gewiefte Taktik und optimale Spurtstärke verfügen. Denn meistens wird das Rennen zum Ende hin immer schneller und die letzten 400 m werden häufig deutlich unter 60 Sekunden gelaufen.
Morgen dann an dieser Stelle mehr zum letzten Wettkampftag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona.

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
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31.07.2010 08:56 |
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schon 7 Medallienund heute kommen 5 dazu

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31.07.2010 09:10 |
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| Vorschau Sonntag, 01.08.2010 – 6. und letzter Wettkampftag |
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Nach dem gestrigen Tag haben wir folgenden Medaillenstand
| Platzierug | Land | Gold | Silber | Bronze | | 1. | Russland | 8 | 6 | 7 | | 2. | Großbritannien | 6 | 6 | 4 | | 3. | Frankreich | 6 | 2 | 4 | | 4. | Deutschland | 3 | 4 | 4 | | 5. | Weißrussland | 2 | 1 | 1 | | 6. | Türkei | 2 | 0 | 0 | | 7. | Ukraine | 1 | 3 | 1 | | 8. | Polen | 1 | 2 | 4 | | 9. | Spanien | 1 | 2 | 1 | | 10. | Belgien | 1 | 0 | 1 | | 11. | Kroatien | 1 | 0 | 0 | | Lettland | 1 | 0 | 0 | | Slowakei | 1 | 0 | 0 | | Litauen | 1 | 0 | 0 | | Norwegen | 1 | 0 | 0 | | 16. | Italien | 0 | 3 | 2 | | 17. | Rumänien | 0 | 2 | 0 | | Niederlande | 0 | 2 | 0 | | 19. | Portugal | 0 | 1 | 2 | | 20. | Bulgarien | 0 | 1 | 0 | | Irland | 0 | 1 | 0 | | 22. | Ungarn | 0 | 0 | 2 | | 23. | Tschechien | 0 | 0 | 1 | | Finnland | 0 | 0 | 1 | | Aserbaidschan | 0 | 0 | 1 |
Am heutigen Sonntag geht es in den letzten 11 Wettkämpfen um Medaillen.
Auch heute geht es wider früh los. Nach den Frauen starten heute um 10.05 Uhr die Männer zu ihrem Marathon in der Innenstadt von Barcelona.
Titelverteidiger: S. Baldini (ITA)
Weltrekord: 2:03:59 Std
Europarekord: 2:06:36 Std
Deutsche Starter: Martin Beckmann und Tobias Sauter
Der Marathon wird in Barcelona nicht als Rundkurs mit Start und Ziel im Stadion ausgetragen, sondern erstmals in der EM-Geschichte komplett ins Stadtzentrum verlegt. Hier müssen die Läufer und Läuferinnen vier Runden à zehn Kilometer absolvieren. Der zu bewältigende Höhenunterschied pro Runde wird nur 21 Meter betragen - der Kurs kann somit als flach bezeichnet werden. Damit die Läufer in der Hitze des katalanischen Sommers nicht austrocknen, können sie sich alle fünf Kilometer an den Verpflegungsstationen mit Flüssigkeit versorgen. Die Weltrekorde in dieser Disziplin heißen Weltbestleistungen, da sie nicht auf der Bahn erzielt werden.
Im Stadion geht es um 19.30 Uhr mit dem Hochsprung der Frauen los.
Titelverteidiger: T. Hellebaut (BEL)
Weltrekord: 2,09 m
Europarekord: 2,09 m
Deutsche Starter: Ariane Friedrich
Erreichen mehrere Springer die gleiche Höhe, ist derjenige besser platziert, der die zuletzt erreichte Höhe mit der geringsten Anzahl von Versuchen übersprungen hat. Ist diese Anzahl gleich, ist der Teilnehmer mit der geringsten Zahl von Fehlversuchen im gesamten Wettbewerb besser platziert. Ist auch diese Zahl identisch, kommt es zum Stechen um den Sieg. Dabei müssen die gleichstehenden Wettkämpfer einen weiteren Versuch über die niedrigste Höhe ausführen, bei der einer der Gleichstehenden sein Recht auf weitere Versuche verwirkt hat. Danach geht es jeweils zwei Zentimeter höher oder niedriger, je nachdem, ob gerissen wurde oder nicht.
Um 19.35 startet die erste Staffel-Entscheidung des Tages, die 4x100 Meter der Männer.
Titelverteidiger: Großbritannien
Weltrekord: 37,10 sec
Europarekord: 37,73 sec
Deutsche Starter: ja
Vier Individualisten, die nur gemeinsam siegen können - darin liegt der Reiz des Mannschafts-Wettbewerbs über 4x100 m. Es kommt darauf an, dass der einzelne Athlet nicht nur individuell eine gute Vorstellung abliefert, sondern auch als Teil einer aufeinander abgestimmten Laufmaschinerie möglichst perfekt funktioniert. Dazu gehört insbesondere bei den Sprintstaffeln eine möglichst reibungslose, zeitverlustfreie Stabübergabe. Und die passiert blind: Der jeweils nächste Läufer streckt einen Arm nach hinten, sobald der ankommende Sprinter die Wechselzone erreicht. Dieser Läufer ist dann dafür verantwortlich, den Stab optimal in die Hand seines startenden Partners zu legen und ihn nicht loszulassen, bevor die Übergabe geglückt ist.
Um 19.45 Uhr beginnt dann die Entscheidung im Diskuswerfen der Männer.
Titelverteidiger: V. Alekna (LIT)
Weltrekord: 74,08 m
Europarekord: 74,08 m
Deutsche Starter: Robert Harting, Markus Münch und Martin Wiering
Das Wurfgerät besteht aus Holz oder kohlefaserverstärktem Kunststoff und ist von einem Metallring eingefasst, der etwa vier Fünftel des Gesamtgewichts ausmacht. Der Männer-Diskus wiegt zwei Kilo bei 22 cm Durchmesser und 44 bis 46 mm Höhe; der Diskus der Frauen ein Kilo bei einem Durchmesser von 18 cm und 37 bis 39 mm Höhe. Würfe außerhalb des Sektors (Winkelmaß: 34,92 Grad) und auf die Sektorenlinien sind ungültig, ebenso jedes Berühren der Oberseite des Wurfrings. Dieser darf auch erst nach der Landung des Diskus und ausschließlich aus der hinteren Hälfte verlassen werden. Der Wettkämpfer muss seinen Versuch innerhalb von 60 Sekunden nach Aufruf absolvieren.
Die zweite Staffelentscheidung, die 4x100 Meter der Damen, beginnt um 19.50 Uhr.
Titelverteidiger: Russland
Weltrekord: 41,37 sec
Europarekord: 41,37 sec
Deutsche Starter: ja
Um 20.10 Uhr beginnt dann die letzte technische Disziplin dieser EM, der Weitsprung der Männer.
Titelverteidiger: A. Howe (ITA)
Weltrekord: 8,95 m
Europarekord: 8,86 m
Deutsche Starter: Christian Reif
Erstmals wandte der US-Amerikaner Robert LeGendre 1927 die Lauf-Sprungtechnik namens "hitch-kick" an. Der Pionier der modernen Weitspringer vollführte eine Laufbewegung der Beine in der Flugphase des Sprunges. Varianten dieser Technik sowie der schlichtere Hangsprung sind bis heute die gängigen Sprungformen. Den 1970 vom US-Amerikaner Tom Ecker vorgeführten Salto-Weitsprung mit einer Drehung in der Flugphase verbot der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF wegen der Verletzungsgefahr sehr bald.
Um 20.15 Uhr wird das Finale über 3000 Meter Hindernis der Männer gestartet.
Titelverteidiger: J. Keskisalo (FIN)
Weltrekord: 7:53,63 min
Europarekord: 8:01,18 min
Deutsche Starter: Steffen Uliczka
Beim 3.000-m-Hindernislauf wird die Laufstrecke vom Start bis zum Beginn der ersten vollständigen Runde ohne Hindernisse gelaufen. Dann geht es noch insgesamt sieben Mal über einen 3,66 m breiten und ebenso langen Wassergraben, der unmittelbar hinter dem Hindernis auf etwa 30 cm Länge 50 cm tief sein muss (bei älteren Anlagen 70 cm) und von dort bis zum Ende auf Laufbahnniveau ansteigt. Außerdem sind 28 Hindernisse zu überqueren, die bei den Männern jeweils 91,4 cm und bei den Frauen 76,2 cm hoch sind und deren Balken eine Kantenlänge von 12,7 cm haben.
Um 20.40 Uhr müssen dann die Frauen über die 5000 Meter an den Start.
Titelverteidiger: M. Dominguez (SPA)
Weltrekord: 14:11,15 min
Europarekord: 14:23,75 min
Deutsche Starter: Sabrina Mockenhaupt
Bei internationalen Meisterschaften gibt es keine klassischen Tempomacher. Normalerweise übernehmen diese sogenannten Hasen die taktische Verantwortung im Rennen und das Feld folgt mehr oder weniger blindlings. Bei Welt- und Europameisterschaften ist - genau wie bei Olympischen Spielen auch - jeder Läufer für seine Taktik selbst verantwortlich. Deshalb verlaufen die Rennen häufig so unvorhersehbar: Die Wettkämpfer müssen ihre eigenen Stärken, aber vor allem auch die Schwächen der Gegner kennen und ausnutzen.
Die letzte Einzelentscheidung sind die 1.500 Meter der Frauen um 21.15 Uhr.
Titelverteidiger: T. Tomaschowa (RUS)
Weltrekord: 3:50,46 min
Europarekord: 3:52,47 min
Deutsche Starter: keine
Der Start erfolgt ausgangs der ersten Kurve im Stehen von einer gekrümmten Startlinie (Evolvente) aus. Danach folgen drei vollständige Stadionrunden. Bis Mitte der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts prägten Läufer aus den USA und vor allem aus Großbritannien die Szene. Besonders die Duelle der beiden Briten Sebastian Coe und Steve Ovett gelten als legendär. Heute ist die Mittelstrecke allerdings fest in der Hand afrikanischer Topläufer. In Deutschland hält Thomas Wessinghage mit einer Zeit von mit 3:31,58 den deutschen Rekord - seit dreißig Jahren.
Um 21.40 Uhr wird die 4x400 Meter Staffel der Frauen gestartet.
Titelverteidiger: Russland
Weltrekord: 3:15,17 min
Europarekord: 3:15,17 min
Deutsche Starter: ja
Die 4x400-m-Staffeln bilden als die "Quartette der Kämpferherzen" traditionell den Abschluss aller leichtathletischen Meisterschafts-Wettbewerbe. Ihren besonderen Reiz haben die Staffelläufe der Viertelmeiler durch die teilweise sehr engen Stabübergaben im Bereich der Ziellinie: Gewinner sind deshalb nicht zwingend die Teams, die über die besten vier Einzelläufer verfügen, sondern die, die den Stab unbehelligt als Erste ins Ziel tragen. Der 4x400-m-Staffellauf steht für die Männer seit den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm im Programm, für Frauen seit den Spielen 1972 in München.
Die letzte Entscheidung dieser EM ist die 4x400 Meter Staffel der Männer um 21.55 Uhr.
Titelverteidiger: Frankreich
Weltrekord: 2:54,29 min
Europarekord: 2:56,60 min
Deutsche Starter: ja

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
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01.08.2010 09:29 |
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Da war die 20. Europameisterschaft der Leichtathleten. Zum Abschluss noch einmal den Medaillenspiegel.
| Platzierung | Land | Gold | Silber | Bronze | | 1. | Russland | 10 | 6 | 8 | | 2. | Frankreich | 8 | 6 | 4 | | 3. | Großbritannien | 6 | 7 | 6 | | 4. | Deutschland | 4 | 6 | 6 | | 5. | Türkei | 3 | 1 | 0 | | 6. | Spanien | 2 | 3 | 3 | | 7. | Ukraine | 2 | 3 | 1 | | 8. | Polen | 2 | 2 | 5 | | 9. | Weißrussland | 2 | 1 | 1 | | 10. | Kroatien | 2 | 0 | 0 | | 11. | Belgien | 1 | 0 | 2 | | 12. | Norwegen | 1 | 0 | 0 | | Litauen | 1 | 0 | 0 | | Schweiz | 1 | 0 | 0 | | Lettland | 1 | 0 | 0 | | Slowakei | 1 | 0 | 0 | | 17. | Italien | 0 | 4 | 2 | | 18. | Rumänien | 0 | 2 | 0 | | Niederlande | 0 | 2 | 0 | | 20. | Portugal | 0 | 1 | 3 | | 21. | Irland | 0 | 1 | 0 | | Bulgarien | 0 | 1 | 0 | | Schweden | 0 | 1 | 0 | | 24. | Ungarn | 0 | 0 | 3 | | 25. | Finnland | 0 | 0 | 1 | | Aserbaidschan | 0 | 0 | 1 | | Tschechien | 0 | 0 | 1 |
Die 21. Leichtathletik-Europameisterschaft wird vom 27. Juni bis zum 1. Juli 2012 zum dritten Mal nach 1971 und 1994 im finnischen Helsinki ausgetragen. Die Wettkämpfe finden im Olympiastadion statt, das 1952 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele war. Auch die erste Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Jahr 1983 sowie die zehnte im Jahr 2005 wurden in dem Stadion ausgetragen.
Zum ersten Mal wird eine Europameisterschaft im gleichen Jahr wie Olympische Sommerspiele ausgetragen, die genau einen Monat später in London beginnen. Es werden keine Entscheidungen im Marathonlauf und im Gehen stattfinden.
Bis dahin sagt
euer SportMod.

Sport ist kein Mord!!! Fußball, Formel 1 und mehr.... Euer Sportmod hat sie alle.
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02.08.2010 07:48 |
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Tolle Berichterstattung wie immer Sven

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02.08.2010 08:35 |
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